Übersicht der wichtigsten Begriffe aus dem Trading-Bereich:

Index Handel - Börsenlexikon

Festverzinsliche Wertpapiere

Alle Wertpapiere, die während ihrer gesamten Laufzeit (zumeist sechs bis 15 Jahre) zu einem vereinbarten festen (unveränderlichen) Satz verzinst werden. Sie werden sowohl von der öffentlichen Hand (Bund, Länder, Kommunen) als auch von privaten Unternehmen ausgegeben., um sich Kapital für neue Investitionen zu beschaffen. Die Kapitalanlage in festverzinslichen Wertpapieren gilt als ausgesprochen konservative Geldanlage, die über die gesamte Laufzeit eine gesicherte Rendite mit geringem oder sogar gar keinem Risiko verbindet.

Ein Risiko entsteht praktisch nur dann, wenn man die Anleihe während der Laufzeit wieder verkaufen will. Eventuell kann dann ein Kursverlust entstanden sein, denn die Kurse von Anleihen sind abhängig vom jeweiligen Zinsniveau: Wenn die Zinsen steigen, fallen die Kurse und umgekehrt. Für Aktien hat die Entwicklung am Rentenmark (dem Markt für festverzinsliche Wertpapiere) eine besondere Bedeutung. Denn solange die Zinsen niedrig sind, ist eine Geldanlage in Aktien trotz des höheren Risikos für viele Anleger interessanter. Bei steigenden Zinsen hingegen schichten mehr und mehr Anleger ihr Kapital vom risikoreicheren Aktienmarkt in relativ sichere Rentenpapiere um. Es gilt der Zusammenhang: Steigende Zinsen sind schlecht für den Aktienmarkt und umgekehrt.

Gegenteil: Dividendenwerte, also Aktien, deren Erträge von Jahr zu Jahr je nach Ertragslage der Aktiengesellschaften schwanken können, oder Investmentzertifikate, deren Ertrag ebenfalls Schwankungen unterworfen ist.