Übersicht der wichtigsten Begriffe aus dem Trading-Bereich:

Index Handel - Börsenlexikon

innerer Wert

Kenngröße zur Bewertung von Optionsscheinen, die den tatsächlichen rechnerischen Wert des Optionsscheins angibt, auch Parität genannt. Der innere Wert einer Option ist der positive Wert ,der sich durch Ausübung einer Option realisieren ließe. Er wird aus der Differenz von Basiswert und Kassapreis des Basiswertes berechnet.

Call: Kurs des Basiswertes minus Basispreis.

Put: Basispreis minus Kurs des Basiswertes.

Der innere Wert kann niemals negativ sein. Ergibt die Differenz eine negative Zahl, so ist der innere Wert null. Der rechnerische Wert bildet meist die Wertuntergrenze für einen Optionskurs.

Ein Beispiel: Ein Optionsschein, mit dem für 150 Euro eine Aktie bezogen werden kann (Bezugspreis), die selbst 200 Euro notiert, besitzt einen inneren Wert von 50 Euro. (Berechnungsformel innerer Wert in Währung = Aktienkurs Bezugspreis). Kostet dabei der Optionsschein 100 Euro, so besäße dieser Schein einen inneren Wert von 50%.

Berechnungsformel innerer Wert in % = (innerer Wert in Währung : Optionsscheinkurs) x 100 Hier noch die Erklärung einiger in diesem Zusammenhang gebrauchten gängigen Begriffe aus dem Englischen: "in the money": Ein Optionsschein weist einen inneren Wert auf. In diesem Fall ist der Optionsschein "im Geld". "at the money": Basispreis und aktueller Kurs sind identisch. Der Optionsschein ist "am Geld". "out of the money": Der Optionsschein weist keinen inneren Wert auf. Der aktuelle Kurs des Basisinstruments liegt unter (Call) / über (Put) dem Basispreis. Der Optionsschein ist "aus dem Geld".